Juli 2021, Foto: privat

Susanne Schartel

Anfang zwanzig verließ die gebürtige Stuttgarterin Susanne Schmidt ihre Heimat, um für sechs Jahre in Kalifornien und Paris Betriebswirtschaft und das Leben zu studieren. 1993 folgte sie einem Job-Angebot von BMG Ariola und ließ sich in München nieder, um ihre erste Berufung in der Musikbranche zu finden. Nach zwölf turbulenten Jahren im Marketing internationaler Künstler war sie neugierig geworden, was das Leben sonst noch zu bieten hatte und ging ab vierzig diversen anderen Aktivitäten nach. Heute pendelt sie als freie Autorin, Texterin und Übersetzerin zwischen Starnberg und Stuttgart.

Wie kam es zu diesem Buch?

Dass mein Urgroßvater Anfang des 20. Jahrhunderts Direktor der berühmten Neckarsulmer Fahrzeugwerke NSU gewesen und meine Großmutter mit Kindermädchen und Chauffeur aufgewachsen war, hatte ich in meiner Kindheit oft gehört. Sehnsüchtig erzählte Omi von damals und auch immer wieder von der unglaublichen (Liebes-)Geschichte ihrer Schwester Hilde mit dem feschen englischen Rennfahrer Tommy. Tante Hilde und Onkel Tommy nannte sie meine Mutter und nur so kannte ich die beiden. Wenn sie aus England zu Besuch kamen, war es immer ein Highlight – die Familie und das großmütterliche Haus am Stuttgarter Bismarckturm befanden sich dann im Ausnahmezustand.

Tante Hilde und Onkel Tommy waren für mich persönlich die coolsten und fröhlichsten Verwandten, die ich hatte. Noch heute bestätigt mir meine Mutter, dass ich schon als Kind eine große Faszination für die beiden empfand, was sich bis heute nicht geändert hat.

Nachdem meine Großmutter Anfang dieses Jahrhunderts im hohen Alter verstorben war, war es an mir, das Haus, das seit 1935 als Familiensitz gedient hatte, aufzulösen. Unzählige Photographien, Dokumente, Briefe und andere Memorabilien fielen in meine Hände. Insbesondere Onkel Tommys persönliche Notizen über seine Rennjahre bei NSU fesselten mein Interesse.

Mit fortschreitendem Studium der Unterlagen wurde aus meiner Tante Hilde das charismatische, hübsche und mutige Nesthäkchen des NSU-Direktors und aus meinem Onkel Tommy der gutaussehende, gnadenlos talentierte und allseits beliebte Motorrad-Rennfahrer Tom Bullus aus Yorkshire, der in den Jahren 1930 bis 1932 als Nummer Eins der NSU-Werksmannschaft von Sieg zu Sieg gefahren war und nur durch die Liebe seines Lebens gestoppt werden konnte.

Diese Geschichte musste ich einfach aufschreiben.

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